Stadt – Land – Fluss

Dieses bekannte Spiel ist ideal, um es unterwegs zu spielen. Schließlich reist man durch Städte, Länder und über Flüsse. Und wer es sportlich mag, spielt Stadt – Land – Fluss einfach mal aus dem Kopf!

Die Regeln

Zunächst einmal muss man sich auf die Spielregeln einigen. Zum Beispiel kann jeder Begriff, den alle finden, einen Punkt zählen, jeder Begriff, den höchstens zwei gefunden haben, fünf Punkte, haben zwei oder mehr verschiedene Begriffe kann dies für jeden zehn Punkte bringen, hat nur einer einen Begriff gefunden und die anderen nicht, zählt dieser dann zwanzig Punkte.

Dazu kommt, welche Begriffe gesucht werden. Das können die drei genannten sein, aber auch stattdessen oder zusätzlich beispielsweise Name, Tier, Pflanze, Beruf, Film oder Lied.

Als letztes muss man sich einig werden, wann mit der Punktvergabe begonnen wird: Wenn einer für jede Sparte einen Begriff gefunden hat oder dann, wenn eine gewisse Zeitspanne, zum Beispiel zwei Minuten, vergangen sind.

Die Ausführung

Ob auf Papier oder in Kopf: Ein Spieler sagt laut „A“ und zählt dann das Alphabet leise weiter durch. Ein zweiter sagt „Stopp“ und der Buchstabe, den der andere gerade sagte, ist der Anfangsbuchstabe für die Begriffe. Spielt man auf Papier, sind die Ergebnisse einfach zu kontrollieren. Macht man es ohne Aufzeichnung, kommt die Gedächtnisleistung noch dazu.

Kopfspiele

Das Smartphone hat keinen Saft, man sitzt in einem vollgestopften Auto oder auf gepackten Koffern, will vor der Abfahrt nichts mehr auspacken. Trotzdem ist es langweilig. Wie wäre es mit einer Spielrunde, für die wir nur den Kopf und unsere Umgebung brauchen?

„Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist …“

Das Spiel wird vielen bekannt sein, aber es ist häufig nicht präsent, wenn Langeweile aufkommt. Dabei ist es sehr spannend, wenn man es mehrere Runden spielt und die zu erratenden Gegenstände oder Menschen zum Schmunzeln anregen. Das Areal, das man nutzt, sollte beschränkt werden, weil es sonst zu unwahrscheinlich wird, die Lösung zu finden.</p>

Beispielsweise wird ein Gegenstand als „weiß mit rotem Rand“ bezeichnet und ist ein Verkehrsschild. Statt Farben kann man geometrische Formen verwenden. Eine Tür mit einem Schild ist dann „ein Rechteck mit einem Rechteck“.

„Ich packe meinen Koffer …“

Bei diesem Spiel ist Gedächtnisleistung gefragt. Aber je mehr man übt, desto besser wird man, und dieses Gedächtnistraining kann uns auch im Alltag und Berufsleben sehr zugute kommen. Der erste Spieler nennt einen Gegenstand, den er in den Koffer packt, der zweite wiederholt diesen und nennt einen weiteren. So geht es reihum. Wer die Reihe nicht mehr fehlerfrei nennen kann, bekommt einen Minuspunkt. Gewonnen hat der, der am wenigsten Minuspunkte hat.

Ballspiele

Es gibt viele Spiele, die man nicht gut in einem Raum oder gar einer Wohnung spielen kann. Zum Beispiel birgt jedes Ballspiel die Gefahr, dass man mit dem Ball Teile der Wohnungseinrichtung beschädigt. Daher sollte man mit Ballspielen, die mehr Gelände benötigen als die Kugeln beim Billard oder beim Tischfußball, nach draußen gehen.

Bolzplätze

Mittlerweile gibt es immer mehr Bolzplätze: Hoch eingezäunte Grundstücke, die kostenlos nutzbar sind und die dafür gebaut wurden, dass man hier ohne Belästigung von anderen Ball spielen kann. Meist sind Tore oder Körbe vorhanden, sodass man Fußball oder Korbball spielen kann. Ob man das alleine oder mit mehreren macht, kann man selbst bestimmen, indem man sich mit Freunden verabredet oder zu Zeiten auf den Bolzplatz geht, zu denen niemand anderes dort spielt.

Fußball

Wenn man außerhalb eines Vereins Fußball spielen möchte, finden sich auf freien Plätzen immer Mitspieler. Einer bringt einen Ball mit, die anderen markieren die Tore, man einigt sich, wer gegen wen spielt, und schon kann es losgehen. Hier geht es nicht darum, einen Meisterpokal zu erringen, sondern sich zu bewegen, aneinander zu messen und gemeinsam Spaß zu haben.

Beachvolleyball

Sonne, Sand, ein Netz, ein Ball, ein paar bewegungslustige Leute – schon bilden sich zwei Mannschaften für ein Beachvolleyball-Spiel. Auch hier geht es mehr um den Spaß als um den Sieg.

Federball

In den Schulen steht Badminton auf der Liste der Sportarten, die im Sportunterricht gelehrt werden. In der Freizeit trifft man sich eher, um eine Runde Federball zu spielen. Hierzu braucht man ein geeignetes Gelände, mindestens zwei Spieler, für jeden einen Federballschläger und natürlich einen Federball. Schon kann man losspielen. Ziel ist, die wenigsten Minuspunkte zu erspielen, indem man immer den Ball mit dem Schläger an den Gegner zurückschlägt.

Schnurball

Für dieses Ballspiel braucht man ein geeignetes Gelände mit möglichst festem Boden, eine Schnur und mindestens zehn Spieler. Es werden zwei Parteien gebildet, und das Spielfeld wird durch die Schnur in zwei Hälften geteilt. Nun wird der Ball über die Schnur in das gegnerische Feld geworfen mit dem Ziel, dass er nicht gefangen werden kann. Jeder Ball, der beim Gegner auf den Boden fällt – auch, wenn er vom Gegner versehentlich fallengelassen wird – zählt als Punkt für die eigene Mannschaft. Die Mannschaft, die nach einer vorher festgelegten Zeit die meisten Punkt hat, ist Sieger.

Jokari

Will man mit einem Ball, aber nicht gegen die Wand spielen und hat keinen Mitspieler, kann man Jokari spielen. Ein Jokari besteht aus einem schweren Holzblock, an dem ein Gummiband befestigt ist, an dessen Ende wiederum ein Ball festgemacht wurde. Man stellt sich vor den Holzblock, wirft den Ball hoch und schlägt ihn mit einem Holzschläger nach vorn. Durch das Gummiband wird er gestoppt und zurückgeschleudert, sodass man ihn wieder wegschlagen kann.

Gummitwist und Seilspringen

Seilspringen ist in vielen Sportarten eine Trainingseinheit. Es fördert die Koordination und die Kondition. Schon Kinder können sich damit in den Pausen auf dem Schulhof auspowern. Es gibt viele Variationen, von denen auch die Seillängen abhängig sind. Wer es etwas ruhiger angehen und Zeit zum Kombinieren haben möchte, versucht sich im Gummitwist. Beide Spiele benötigen lediglich ein Seil beziehungsweise ein Gummiband.

Gummitwist

Heute kann man ein Gummiband in verschiedenen Farben fertig kaufen. Aber eigentlich tut es auch eine Gummilitze, die man im Kurzwarenregal im Supermarkt findet: In der passenden Länge abgeschnitten, ein fester Knoten, der die Enden verbindet. Fertig ist das Gummitwist und es kann losgehen.

Für das Gummitwist braucht man zwei Mitspieler, die das Gummi mit den Beinen straffen, und mindestens einen, der springt. Wahlweise kann man die haltenden Spieler auch durch Stühle oder ähnliche Gegenstände ersetzen.

Nun wird gesprungen: Auf den Gummi, neben den Gummi, unter den Gummi, ein Fuß auf, einer unter dem Gummi, das Seil zwischen den Beinen, hochspringen und drehen – es gibt viele verschiedene Sprung- und Verbindemöglichkeiten. Im Vorfeld sollte man sich einigen, ob alle die gleichen Figuren und Tritte springen oder jeder seine eigene Kür präsentiert.

Der Schwierigkeitsgrad beim Springen erhöht sich, indem der Gummi in der untersten Stufe an den Knöcheln, in der zweiten in Höhe der Waden, in der dritten in Kniehöhe und am Schluss um die Hüften der haltenden Mitspieler gespannt ist. Als weitere Schwierigkeit kann der Gummi von den haltenden Mitspielern auch bewegt werden, mit den Beinen oder indem der Gummi mit den Händen gefasst wird. Wer danebenspringt oder –tritt, muss seine Runde abbrechen und einen der haltenden Mitspieler ablösen. Sieger ist, wer nach mehreren Runden mit den Sprungkombinationen am weitesten gekommen ist.

Seilspringen

Ein Seil, das mit beiden Enden bis unter die Achseln reicht, wenn man mit einem Fuß auf die Mitte des Seils tritt, hat für einen einzelnen Seilspringer die richtige Länge. Will man mit mehreren springen, braucht man ein entsprechend längeres Seil, das dann von zwei Mitspielern gehalten wird. Insgesamt drei Mitspieler können nun schon miteinander spielen, aber mehr Spaß macht es, wenn man mindestens zu siebt ist.

Sobald das Seil regelmäßig geschlagen wird, geht es mit einfachen Aufgaben los: Zum Beispiel in das Seil springen, fünfmal über das Seil hüpfen und rauslaufen. Schon ist der Nächste mit dem gleichen Ablauf an der Reihe. Haben alle diese Übung einmal gemacht, werden die Hüpfintervalle verringert, bis man durch das sich bewegende Seil läuft, ohne zu springen. Wer im Seil hängenbleibt oder sich vertut, löst einen der Seilschläger ab. Richtig interessant wird es, wenn man ein doppeltes oder zwei Seile hat und die Mitspieler zwei Seile kombinieren. Nun muss man auf zwei Seile achten, von denen eins auf den Springenden zu- und das andere von ihm wegschwingt. Das erfordert „sehr viel K“: Koordination, Konzentration und Kondition.

Brettspiele: Mensch ärgere Dich nicht und Monopoly

Es gibt Brettspiele, die die meisten aus ihrer Kindheit oder Jugendzeit kennen. Dazu gehören Mensch ärgere Dich nicht und Monopoly.

Mensch ärgere Dich nicht

Mensch ärgere Dich nicht wurde aus dem englischen Spiel Ludo entwickelt und wird seit 1910 produziert. Seit nunmehr 110 Jahren sind bereits 90 Millionen davon verkauft worden. Das Brettspiel kann von zwei bis vier auf der einen oder bis zu sechs Spielern auf der anderen Seite des Bretts gespielt werden. Dazu benötigt man den Spielplan, für jeden Spieler vier Spielfiguren und einen – besser für jeden Spieler einen – Würfel. Ziel ist es, die eigenen vier Figuren am schnellsten ans Ziel zu bringen.

Monopoly

Seit 1935 wird dieses Brettspiel verkauft, seine Geschichte geht bis ins Jahr 1904 zurück und dreht sich um ein Spiel, das eigentlich das genaue Gegenteil des auf Kapitalismus gründenden Spieles erreichen wollte. Monopoly kann mit zwei bis acht Spielern gespielt werden. Ziel des Spiels ist, seine Gegner in den Ruin zu treiben. Mittlerweile gibt es viele Varianten des Spiels, wie das MAD-Spiel, in dem der gewinnt, der sein Geld als Erster verloren hat, oder die Versionen, die die ursprünglichen Straßennamen durch die bestimmter Städte ersetzen. Es gibt auch beispielsweise ein Cat Opoly, das entsprechend Katzen zum Thema hat.

Hände und Schnur: Das Fadenspiel

Fadenspiele fördern die Feinmotorik und die Kreativität. Sie können allein gespielt werden oder auch von mehreren Personen. Man benötigt dazu lediglich einen Faden, der haltbar ist, am besten aus Baumwolle (Topflappengarn). Er sollte etwa einen bis zwei Meter lang sein. Spielt man mit mehreren Personen, kann die Fadenlänge auch bis zu zwanzig Meter betragen. Die Enden werden mit einem möglichst kleinen Knoten fest miteinander verbunden. Dann spannt man den Faden zwischen den Händen, bildet Schlingen, dreht die Hände, wodurch neue Schlingen und Verbindungen entstehen. Ein Mitspieler kann diese entstandene Figur mit seinen Fingern und Händen übernehmen oder abwandeln.

Die Geschichte des Fadenspiels

Es ist eins der ältesten Spiele und hat sich wahrscheinlich in verschiedenen Ländern parallel entwickelt. Das Fadenspiel ist den Indianern in Nordamerika genauso bekannt wie den Menschen in China, Deutschland oder Australien. Bereits im Mittelalter wurde Figuren, die mit dem Fadenspiel gefertigt wurden, mystische Kräfte zugeschrieben. In Australien wurden die Figuren zur Kommunikation zwischen einzelnen Stämmen eingesetzt.

Varianten des Fadenspiels

Meist werden die Figuren zwischen den beiden gespannten Händen erschaffen. Aber es werden, wenn nötig auch die Zähne eingesetzt, zum Beispiel braucht man sie für den Eiffelturm. Für manche schwierige Figur werden auch die Schuhe ausgezogen, um die Zehen als Hilfswerkzeug einsetzen zu können. Eine andere Möglichkeit wäre, den Faden zwischen den Füßen zu spannen, hierbei könnte man auch Haken und Ösen der Schuhe als Hilfsmittel einsetzen.

Eine besondere Form ist, mit den Figuren, die man schafft, eine Geschichte zu erzählen, wobei man jede Figur aus einer vorigen entwickelt und nicht wieder bei der Grundform beginnt. Hier ist auch ein Dialog möglich, der zwischen zwei oder mehr Figuren geführt wird, die man immer wieder durch einen Wechsel der Handhaltung mit dem Faden darstellt.

Ebenso kann man mit dem Faden Tricks zeigen: Der Faden wird auf anscheinend komplizierte Weise um die Hände oder andere Körperteile geschlungen und am Ende mit einer kleinen Bewegung „entknotet“, sodass sich der Faden wie von selbst löst.

Spielt man zu zweit, kann man mit dem Faden ein Abnehmspiel machen. Hierbei übernehmen die Spieler abwechselnd den Faden aus den Händen des anderen, indem sie die Figur verändern. Liebt man Herausforderungen, kann der zweite Spieler vorschlagen, welche Figur der erste Spieler mit dem Faden zeigen soll, oder verschiedene Körperteile für schwierigere Figuren zur Verfügung stellen.

Informationen und Tipps zum Fadenspiel

Wer das Fadenspiel erlernen möchte, kann sich dazu im Internet schlau machen. Es gibt einige Seiten, die viele Hinweise geben und Figuren zeigen. Auch YouTube ist sehr ergiebig. Man kann auch verschiedene Bücher finden, die tiefer in das Thema einführen. Einige von ihnen liefern auch gleich einen passenden Faden mit.

Immer dabei!

So ein Faden ist ein sehr kleiner und widerstandsfähiger Gegenstand. Er lässt sich immer mitführen, entweder in einer Hosentasche oder auch um ein Handgelenk gewickelt. So hat man ihn immer dabei und kann überall und jederzeit die Figuren üben oder auch neue entwickeln.

Kartenspiele: Rommee und Canasta

Es gibt heute sehr viele Kartenspiele, die spezielle Karten erfordern. Seien es Brettspiele, die es auch als Kartenspiel gibt, wie Labyrinth oder Scrabble, oder reine Kartenspiele wie Bohnanza, Uno oder alle Quartettspiele. Die Anzahl an Kartenspielen ist heute unübersichtlich groß, zumal viele Spiele über Jahre hinweg gerne gespielt werden, auch wenn sie nicht mehr neu im Laden zu kaufen sind. Dank Internet-Kleinanzeigen und –Auktionen gibt es fast jedes Spiel, egal wie alt es ist, auch heute noch bei irgendeinem privaten Anbieter zu kaufen.

Setzt man sich zu einem Spieleabend zusammen, muss man häufig erst einmal die Spielanleitung durchgehen, damit auch alle wissen, wie das Spiel abläuft. Denn mindestens einer ist immer dabei, der das Spiel nicht kennt, und ein anderer kennt es mit anderen Spielregeln. Mit den althergebrachten Kartenspielen ist das einfacher. Auch heute noch gibt es regelmäßige Abende, an denen ein Freundeskreis klassische Kartenspiele wie Skat, Doppelkopf, Canasta, Poker, Rommee, Bridge oder Mau-Mau spielt. Kommt ein neuer Mitspieler dazu, müssen kleinere Details abgeklärt werden, die Grundregeln des Kartenspiels selbst sind den meisten bekannt. Für alle diese Spiele benötigt man zwei Sätze eines französisches Blattes, wobei ein Satz aus viermal dreizehn Karten – Ass bis zehn sowie Bube, Dame und König in den Farben Herz, Karo, Pik und Kreuz – besteht und dazu noch vier bis acht Joker enthält. Insgesamt sind das 56 bis sechzig Spielkarten. Je nach Spiel benutzt man alle Karten, nur ein französisches Blatt oder nur Teile eines oder beider Sätze.

In diesem Artikel stellen wir Canasta und Rommee kurz vor.

Canasta, das Körbchen

Das Wort Canasta stammt aus dem Spanischen und bedeutet Körbchen. Das bezieht sich auf den Kartenkorb, in den der Zug- und der Ablagestapel früher gelegt wurden. Ziel ist, Kartensammlungen ab drei Karten bis zu sieben Karten, dem Canasta, zu bilden. Das Spiel geht über mehrere Runden.

Verteilung der Spieler

Canasta spielt man meist zu viert, es kann aber auch variiert mit zwei, drei, fünf oder sechs Personen gespielt werden. Spielt man zu zweit oder dritt, spielt jeder für sich, bei vier und sechs Personen werden Paare gebildet, bei fünf Personen gibt es eine Zweier- und eine Dreier-Partei. In der Dreier-Gruppe spielen immer zwei und einer setzt für eine Runde aus. Die Spieler der Paare sind abwechselnd am Zug.

Beim Canasta spielt man mit zwei französischen Blättern plus vier Jokern, also insgesamt 108 Karten. Je nach Spieleranzahl werden die Karten ausgeteilt.

Rommee

Auch dieses Kartenspiel ist für zwei bis sechs Personen geeignet. Hier spielt jedoch jeder für sich. Der Kartensatz besteht aus zwei französischen Blättern plus zweimal drei Jokern, also insgesamt 110 Karten. Ziel ist es, mit den Karten Reihen zu bilden, die mindestens drei Karten beinhalten. Anders als bei Canasta kann man sowohl Kartenreihen einer Farbe legen als auch Kartensätze eines Werts. Joker können als Ersatzkarte eingesetzt werden, es muss aber immer ein Joker weniger als echte Karten sein. Der Joker kann, anders als bei Canasta, ausgetauscht werden.

Kartenspiele: Mau-Mau und Patience

Viele kennen das Spiel UNO, für das man die entsprechenden UNO-Karten haben muss. Ähnlich ist es bei dem Kartenspiel Skip-Bo, das auch schon über dreißig Jahre auf dem deutschen Markt ist. UNO ist vergleichbar mit Mau-Mau, Skip-Bo ist eine Patience-Variante. Mau-Mau und Patiencen werden mit französischen Blättern gespielt: Kartenspiele mit Kartenwerten von Ass bis König und den vier Kartenfarben Herz, Karo, Pik und Kreuz sowie vier bis acht Jokern. Je nach Spiel benötigt man alle oder nur einen Teil der Karten.

Mau-Mau

Für Mau-Mau benötigt man bei zwei bis vier Spielern ein französisches Blatt. Bei mehr Spielern sollte man ein zweites Katenspiel dazunehmen. Die Joker können zur Seite gelegt werden, es sei denn, man hat für diese Karten eine Aktion vereinbart.

Bei Mau-Mau geht es darum, seine Handkarten so schnell wie möglich abzulegen. Das wird dadurch erschwert, dass verschiedene Karten, die die gegnerischen Spieler vorher ablegen, Aktionen von dem nächsten Spieler verlangen. So muss man, wenn eine „Sieben“ abgelegt wurde, zwei Karten ziehen, bei einer „Acht“ muss man aussetzen, bei einem Buben kann der, der ihn ablegt, eine andere Kartenfarbe angeben, die dann ausgespielt wird. Kann man keine Karte ablegen, muss man eine Karte ziehen und muss dann, wenn man nicht legen kann, aussetzen. Zu diesen Grundregeln können noch andere Regeln dazukommen, wie ein Wechsel des Spielverlaufs in die andere Richtung mit einer „Neun“ oder dass auf eine „Sieben“ eine zweite gelegt werden kann und damit der Zwang, Karten zu ziehen, sowohl weitergegeben als auch verdoppelt wird.

Patience

Das Wort Patience ist Französisch und bedeutet Geduld. Die meisten Patiencespiele werden von einer Person gespielt. Vielen ist hier das Computer-Kartenspiel „Solitaire“ bekannt.

Eine Patience kann aber auch mit zwei und mehr Personen gespielt werden. Hierzu benötigt man mindestens zwei französische Blätter mit Jokern. Will man eine Patience ähnlich dem Skip-Bo spielen, braucht man zwölf französische Blätter mit 6 Jokern die alle das gleiche Rückenbild haben sollten. Insgesamt sind das 162 Karten. Die Karten Ass bis Dame gelten hierbei als „1“ bis „12“, der König wird den Jokern gleichgesetzt. Jeder Spieler hat fünf Handkarten und einen Zugstapel mit zwanzig Karten, von dem die erste Karte aufgedeckt ist. Ziel ist, den eigenen Zugstapel als erster komplett abzubauen. Alle Spieler spielen ihre Karten auf vier Stapel in der Mitte aus. Ist man am Zug, ergänzt man seine Handkarten auf fünf, spielt nach Möglichkeit vorrangig vom eigenen Zugstapel ab und legt am Ende seines Zuges eine Handkarte vor sich auf eine von vier möglichen Ablagereihen ab.

Schnitzeljagd und Verstecken

Spielt man an der frischen Luft, sind Spiele, bei denen man sich bewegen kann, immer die beste Option. Für die meisten dieser Spiele braucht man mindestens zwei Personen, besser sind aber mehr, bis in den zweistelligen Bereich, sowie ein geeignetes Gelände. Bei trockenem Wetter und mit ein wenig Sonnenschein machen Spiele draußen am meisten Spaß.

Schnitzeljagd

Eine Schnitzeljagd kann man mitten in einem bewohnten oder auch in einem komplett unbewohnten Gebiet veranstalten. Ziel ist, eine vorgegebene Strecke anhand von Hinweisen (Schnitzeln) abzulaufen, eventuell auf der Strecke verschiedene Aufgaben zu lösen und am schnellsten am Zielpunkt anzukommen. Da mindestens einer die Strecke vorbereiten muss und sich mindestens zwei daran messen sollten, braucht man mindestens drei Personen, schöner sind mindestens drei Gruppen á drei Teilnehmer und zwei für die Streckenvorbereitung.

Egal, ob die Schnitzeljagd auf der Straße oder in der freien Natur stattfindet: Die ausgelegten Hinweise müssen am Ende der Veranstaltung komplett entfernt werden.

Verstecken

Spielt man Verstecken, braucht man ein Gelände, das Versteckmöglichkeiten aber auch freie Flächen bietet, damit der Sucher eine Chance hat, die Versteckten rechtzeitig zu bemerken. Das Spiel kann man bereits mit zwei Personen, nämlich einer, die sich versteckt, und einer, die sucht, bewerkstelligen. Mehr Spaß macht es mit sechs oder gar zehn Mitspielern.

Meist haben die, die sich verstecken, einen Spruch lang (Zum Beispiel: Eins, zwei, drei, vier, Eckstein, alles muss versteckt sein! Neben mir, unter mir, über mir, rechts und links von mir gilt es nicht – ich komme!) oder von eins bis zwanzig gezählt Zeit dazu. Dann macht sich der Sucher auf den Weg, alle zu finden. Hat er einen Versteckten entdeckt, muss er diesen am Ausgangspunkt des Spiels benennen.

Fangen und „Bäumchen, wechsle dich!“

Einige Spiele verlangen sehr viel Konzentration und Bewegung, andere laufen ruhiger ab. Wir stellen ein Spiel mit hohem Bewegungsanteil vor und eines, bei dem man viele Pausen hat.

Fangen

Vielleicht haben schon unsere Vorfahren in der Steinzeit Fangen gespielt; sogar Tiere, die gesellschaftlich miteinander umgehen, wie Hunde, Katzen oder Pferde spielen es. Fangen schult sowohl bei Fänger als auch bei den Flüchtendem das Jagd- und das Fluchtverhalten, denn beide lernen aus den eigenen, aber auch aus den Manövern des anderen.

Zum Fangenspiel reichen im Grunde schon zwei Mitspieler, schöner wird es, wenn es mehr sind. Zu Beginn wird vereinbart, wer fängt, wie groß das Areal ist, auf dem sich die zu Fangenden bewegen können, und ob es ein Freimal, einen Punkt, an dem man sich ausruhen und nicht gefangen werden kann, gibt. Außerdem muss festgelegt werden, ob die Eingefangenen selbst weiter mitfangen oder aus dem Spiel ausscheiden. Ziel ist, alle außer einem zu fangen. Der Letzte wird dann in der nächsten Runde Fänger.

Bäumchen, wechsle dich!

Bei diesem Spiel stehen alle Mitspieler außer einem an einem Baum. Der ohne Baum ruft „Bäumchen, wechsle dich!“, und die Mitspieler müssen nun einen der anderen Bäume aufsuchen. Der bisher baumlose versucht, während des Wechsels einen Baum zu ergattern. Der, der übrig bleibt, ist nun der Rufer.